Röntgenreizbestrahlung (Orthovolttherapie)

Bei der Orthovolttherapie können Schmerzen, die durch degenerativ oder entzündlich veränderte Gelenke oder Weichteile verursacht werden, schonend und schmerzfrei gelindert oder beseitigt werden. Hierzu werden die erkrankten Körperteile für etwa 40 Sekunden Röntgenstrahlen ausgesetzt; die Behandlung wird zunächst sechsmal in einem Zeitraum von 3 Wochen bis zu einer vorher festgelegten Strahlendosis angewendet. Die Strahlenbehandlung bewirkt durch eine Vielzahl von Einzeleffekten eine Rückbildung der lokalen Entzündung. Der Prozess beansprucht viele Tage und Wochen, sodass eine Beschwerdefreiheit oder Linderung erst nach einigen Wochen erwartet werden kann.

Vor der ersten Behandlung wird zunächst in einem ausführlichen Gespräch die Indikation der Therapie unter Einsicht aktueller Bilder des erkrankten Körperteils besprochen. Wenn keine aktuellen Bilder vorliegen, muss die Körperregion nochmals geröntgt werden. Es wird dann die Anzahl und Dosis der Therapie festgelegt und die für die Erkrankung günstigste Einstrahlrichtung festgelegt.

Anwendungsgebiete
  • Arthrose (Verschleiß) kleiner und größerer Gelenke
    (Fingergelenke, Hand- und Sprunggelenk, Knie- und Schultergelenk)
  • chronische Gelenkentzündungen (z. B. Rheuma)
  • chronische Reizzustände von Sehnen oder Muskelansätzen
    (z. B. Fersensporn oder Plantarfasciitis, Kalkschulter, sogenannter Tennis- und
    Golfer-Ellenbogen)
    und von Schleimbeuteln (z. B. Bursitis an der Hüfte)
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bei dieser Art der Behandlung nicht zu erwarten; durch das Anlegen einer Bleischürze werden der Körperstamm und das umliegende Gewebe geschützt. Manchmal können im Rahmen der Bestrahlung die Schmerzen vorrübergehend etwas zunehmen, was einem seltenen, aber typischen Effekt der Behandlung entspricht und somit keine Komplikation darstellt.

Technische Ausstattung
Strahlentherapie
T-160
WOmed